Heute: Problemlösungen suchen und finden
Update vom 1.7.2010
Die „generelle Identifizierung“ ist in der Hirt-Methode ein eminent wichtiger Baustein.
In der nachfolgend aufgeführten Darstellung geht es für einmal nicht nur darum, dass man sich mit bestimmten Menschen identifiziert um Sie besser verstehen zu können. Auch die Suche nach Problemlösungen verlangt eine eingehende Identifikation mit der Sache.
Zunächst verlangt das Problem, wenn es uns persönlich berührt, von uns eine Stellungnahme oder einen Entscheid. Es verlangt unter Umständen sogar, dass wir Risiken eingehen müssen bzw. die Komfortzone verlassen, wie man es auch nennen könnte.
Das Problem ist ja zunächst für uns etwas Fremdes. Es ist eine Herausforderung! Probleme schaffen somit Unsicherheit und Ungewissheit. Deshalb scheuen Menschen sich oft, die sich stellenden Probleme herzhaft anzugreifen. Entweder man schiebt sie zuerst eine Zeitlang vor sich her oder versucht überhaupt, der Sache auszuweichen.
Wenn wir in unserem Erfolgssystem, der „Hirt-Methode“ von problemgerichteter Identifizierung sprechen, so haben wir dabei naturgemäss in erster Linie die persönlichen Probleme im Auge.
Subjektiv gesehen ist ein Problem eine für den Betreffenden schwer lösbare Aufgabe. Dabei ist nicht in erster Linie die Intelligenz (namentlich die fluide Intelligenz), sondern vielmehr die persönliche Erfahrung und Vorbildung sowie die Identifizierung und Anpassungsfähigkeit ausschlaggebend, ob eine bestimmte Aufgabe für schwer oder leicht lösbar eingestuft wird.
Viele unserer Probleme bleiben nicht deshalb ungelöst, weil sie an sich unlösbar sind, sondern weil uns entweder das Problem als solches zuwider ist (man mag nicht oder man traut sich nicht), oder weil man falsch vorgeht und auf halbem Wege stecken bleibt.
Wenn wir also ein Problem lösen wollen, ist die Voraussetzung dazu, dass wir uns mit dem Problem identifizieren, dass wir versuchen, das Problem zu ergründen, versuchen uns gewissermassen in das Problem „hineinzuleben“. Der wirklich schöpferische Mensch muss zuerst sein Werk mit der ganzen Seele erleben, vorauserleben, oft auch vorauserleiden, ehe er es in der Wirklichkeit gestaltet.
Wer oft und zielgerecht an seine Sache denkt, der lockt von überallher Kräfte an, die ihm helfen, damit fertig zu werden. Mit seiner Sehnsucht, seinem unablässigen Wollen kommt er in eine starke Beziehung zu Menschen und Dingen. Er fängt gewissermassen geistige Strömungen auf, die mit gleichen oder ähnlichen Gedanken geladen sind. Jede echte Tat keimt aus einem Gedanken- oder Phantasiegebäude. Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts, hat Albert Einstein einmal gesagt, doch dieses Gebäude muss vorher errichtet werden. „Daher gestalte in Gedanken alles so, wie Du es haben möchtest. Denke dich in deinen Erfolg hinein, denke dich hinein in eine andere, neue, oder in eine höhere Stellung und Lebenshaltung, in ein höheres Mass an Kraft und Energie. Wenn so dein Ideal festgefügt ist, dann sende still, beharrlich, unerschütterlich, aufkeimende Zweifel überwindend oder kompensierend, mit festem Blick nach vorne all diese Gedanken aus“. So einst ausgesprochen von Josef Hirt, dem Verfasser der Hirt-Methode!
Die Überzeugung vom Erfolg gibt jedem Menschen eine überlegene und sieghafte Ausstrahlung, denn dieser bezwingende Glaube nimmt sofort alle anderen gefangen. Ist einer jedoch bedrückt und unsicher, so zweifelt man an seiner Sache, auch wenn sie die beste der Welt wäre.
Problemgerichtete Identifizierung heisst: sich in das Problem voll und ganz zu vertiefen, um seinen Wesenskern zu erfassen und zu verstehen. Nur auf diese Art kann ich erfassen, was die Situation verlangt, und was sie verträgt. Die problemgerichtete Identifizierung ist eine Art geistig-seelische Vermählung mit einem Problem: Ein Akt schöpferischer Anpassung! Erst diese völlige und vorbehaltlose Hingabe an das Problem befähigt mich, im Laufe der Zeit den höchsten Grad an Dominanz zu erreichen. Solange ich ein Problem lösen will, weil ich es gezwungenermassen lösen muss, solange leiste ich nur mittelmässige oder gar schlechte Arbeit. Wenn ich ein gutes Ergebnis erzielen muss, dann muss ich JA sagen können zu dem Problem als Ganzem, weil ich nur dann den Weg bejahen kann, der zur Lösung nun einmal beschritten werden muss.
Die subjektive Bejahung ist zur Lösung eines Problems notwendig. Wer einem Problem gegenüber eine innere Abneigung hat, dieses aber trotzdem lösen will oder muss, der gleicht einem Autofahrer, der mit dem rechten Fuss auf das Gaspedal und mit dem linken Fuss gleichzeitig auf das Bremspedal drückt. Solange eine Aversion gegenüber dem zu lösenden Problem vorliegt, können Wille und Intellekt keine wirklich befriedigenden Ergebnisse erzielen.
Die Problemgerichtete Identifizierung ist eine Abstimmung oder Einstimmung unserer Gefühlslage auf die Erfordernisse des zu lösenden Problems. Wenn diese Einstimmung nicht erfolgt, dann „liegen“ wir falsch. Wenn wir aber falsch liegen, dann werden wir auch das Problem falsch anpacken. Wir werden dann nur ein zweit- oder ein drittrangiges Ergebnis erzielen, vielleicht müssen wir sogar einen Misserfolg einstecken.
Wie bereits erwähnt, ist Identifizierung immer ein Akt schöpferischer Anpassung und Einpassung. Dies aber keineswegs im Sinne einer sklavischen Unterordnung, sondern im Sinne einer dynamischen, sinnvollen und zweckgerichteten Einordnung in die Dinge, die gegeben sind.
Die Hirt-Methode ist ein seit 1953 bestehendes Erfolgssystem. Es beweist, dass Erfolg eine Lebenskompetenz ist, die jeder Mensch für sich erwerben kann.
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